Von J.K. Rowling

Ralf-stofer-lebensweisheiten-0024
Das Leben ist nicht eine Checkliste von akquirierten Besitztümern.
J.K. Rowlling

Dies ist die Übersetzung eines Vortrages, den J.K. Rowling vor Hochschulabsolventen gehalten hat.

Ungefähr 7Jahre nach meinem Hochschulabschluß
war ich gewaltig gescheitert.
Eine außergewöhnlich kurze Ehe war zusammemgebrochen,
ich war arbeitslos,
alleinerziehend,
und so arm wie man in England nur sein kann,
ohne obdachlos zu sein.
Die schlimmsten Befürchtingen die meiner Eltern für mich hatten
und die schlimmsten Befürchtungen die ich für mich hatte,
waren beide eingetroffen.
Und gemäß aller gewöhnlicher Standards,
war ich das größte Scheitern das ich kannte.
Ich stehe nicht hier um Dir zu erzählen,
das Scheitern Spaß macht.
Diese Zeit meines Lebens war eine sehr dunkle.
Ich hatte nicht die geringste Idee davon,
das die Presse dies einmal als eine Art Happy End einer Märchengeschichte
repräsentieren würde.
Ich hatte keine Idee damals,
wie weit sich dieser Tunnel erweitern würde
und eine lange Zeit war jedes Licht am Ende
mehr ein Hoffnungsschimmer als etwas Reales.
Warum spreche ich über den Nutzen aus Scheitern?
Einfach weil scheitern uns von allem Unwesentlichen distanziert.
Ich hörte auf mir vorzutäuschen,
das ich etwas anders war als ich war
und ich begann alle meine Energien darauf auszurichten
das einzige Werk, das für mich eine Rolle spielte, zu vollenden.
Wäre ich tatsächlich bei irgendetwas anders erfoögreich gewesen,
hätte ich vielleicht niemals die Bestimmumg gefunden,
in der einen Arena zu gewinnen,
zu der ich glaubte wirklich zu gehören.
Ich war befreit,
weil meine größten Befürchtungen sich realisiert hatten,
ich war immer noch am Leben,
und ich hatte immer noch meine wunderbare Tochter
und ich hatte eine alte Schreibmaschine
und eine große Idee.
Und so wurde der steinharte Boden
eine solide Grundlage,
für den Wiederaufbau meines Lebens.
Du wirst vielleicht niemals in dem Ausmaß scheitern wie ich,
aber einiges Scheitern im Leben ist unabwendbar.
Es ist unmöglich zu leben,
ohme bei irgendwas zu scheitern.
Außer Du lebst so vorsichtig,
dass Du vielleicht überhaupt nicht gelebt hast,
was einem vollständigen Scheitern gleich käme.
Scheitern hat mir eine innere Sicherheit gegeben
die ich niemals erreicht hätte durch das Bestehen von Schulprüfungen.
Scheitern leerte mich Dinge über mich,
die ich auf keinem anderen Weg hätte lernen können.
Ich fand heraus, dass ich einen starken Willen hatte
und mehr Disziplien als ich erwartet hätte.
Ich fand zudem heraus, dass ich Freunde hatte,
deren Wert wirklich höher als der Wert von Geld war.
Das wissen das Du aus Rückschlägen gezogen hast,
bedeutet, dass Du anschließend mehr Vertrauen in Deine Fähigkeit zu überleben hast.
Du wirst Dich niemals selber kennen,
oder die stärke Deiner Beziehungen,
bis beides durch eine Not getestet wurde.
Solch ein Wissen ist ein wahres Geschemk.
Und wie schmerzvoll es auch immer einmal war,
es war mehr Wert als jede Qualifikatiom die ich jemals erreichte.
Wenn ich die Zeit zurück drehen könnte,
würde ich mir als 21 jährige sagen,
das persönliches glücklichsein im Wissen liegt,
dass das Leben nicht eine Checkliste von Erreichtem
oder der Aquisition von Besitztümern ist.
Deine Qualifikationen und Zertivikate sind nicht Dein Leben.
Obwohl Du viele Menschem in meinem alter oder älter triffst,
die das miteinander verwechseln.
Leben ist schwierig und kompliziert
und jenseits von jemandens vollständiger Kontrolle.
Und die Demut das zu wissen
ermöglicht Dir die Wirren des Lebens zu überleben.

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